Infoplattform für Brandschutz

Aufzüge

Grundsätze für Personenaufzüge

  • Die Kabinenstruktur muss aus Baustoffen der Kategorie RF1 bestehen. Für Bodenbeläge, Wand- und Deckenbekleidungen sind Baustoffe der Kategorie RF2 zulässig.
  • Türe, Triebwerks- und Rollenräume sowie die Liftsteuerung (wenn sie ausserhalb des Aufzugsschachts liegt) müssen in der Regel einen Feuerwiderstand von EI 30 erfüllen. Die eingesetzten Materialien müssen der Klasse RF1 entsprechen.
  • Führen Aufzugsanlagen in Untergeschosse, dürfen die Schachttüren nur in Schleusen, horizontale und vertikale Fluchtwege oder feuerwiderstandsfähige Vorplätze münden. Ausnahme: Wenn die Aufzugsanlage nur in ein einziges Untergeschoss führt, dürfen die Schachttüren direkt in eine Nutzungseinheit (z. B. Betriebs- oder Lagerräume) münden.
  • Eine Brandfallsteuerung ist vorgeschrieben, wenn Aufzüge in Hochhäusern, Beherbergungsbetrieben, Verkaufsgeschäften oder in Bauten mit grosser Personenbelegung mehr als drei Stockwerke miteinander verbinden.
  • Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden.

Anforderungen an den Feuerwiderstand von Liftschächten

Der Aufzug verbindet keine unterschiedlichen Brandabschnitte:

Der Aufzug verbindet mehrere Brandabschnitte:

  • Der Aufzug muss in einem Schacht installiert werden, der den gleichen Feuerwiderstand aufweist wie in der Nutzung für die Brandabschnittsbildung gefordert ist, mindestens jedoch EI 30.
  • Liegt der Aufzug vollständig in einem vertikalen Fluchtweg, ist die Brandabschnittsbildung durch den vertikalen Fluchtweg gegeben. Damit entfällt die Forderung nach dem Feuerwiderstand beim Liftschacht. Grenzt der Liftschacht jedoch an den Rand des vertikalen Fluchtwegs, ist für diese Schachtwand ein Feuerwiderstand gefordert (siehe folgende Skizzen).

 

Anforderungen an Türen von Liftschächten

Aufzugsschachttüren müssen aus Baustoffen der Kategorie RF1 bestehen.

Führen die Aufzugsschachttüren unmittelbar in die Nutzungseinheit, müssen sie folgenden Feuerwiderstand aufweisen:

Triebwerks-, Rollenraum- und Revisionstüren, die nicht ins Freie führen, müssen einen Feuerwiderstand von EI 30 aufweisen.

Für Schachtfronten ist der gleiche Feuerwiderstand gefordert wie für die dazugehörenden Aufzugsschachttüren.

Bei Feuerwehraufzügen gelten strengere Anforderungen.

 

Detaillierte Vorschriften siehe Brandschutzrichtlinie 23-15 «Beförderungsanlagen», Kapitel 3.

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